Häufig gestellte Fragen
Rund um die Adoption eines Tierschutzhundes begegnen uns viele Fragen. Deshalb haben wir hier Antworten auf die Themen zusammengestellt, die unsere Interessenten und Adoptanten besonders häufig beschäftigen.
Sollte dennoch etwas offen bleiben, freuen wir uns über deine Nachricht und helfen dir gerne persönlich weiter. Nutze dafür gerne das Kontaktformular.
Unsere Hunde
Unsere rumänischen Hunde kommen überwiegend aus den Regionen Vâlcea und Strehaia. Viele von ihnen wurden auf der Straße gefunden, ausgesetzt oder von unseren Tierschutzpartnern aufgenommen, nachdem Anwohner sich über sie beschwert hatten und ihnen Gefahr drohte. Einige Hunde konnten zudem aus dem öffentlichen Shelter in Vâlcea gerettet werden. Dort werden Straßenhunde untergebracht, die von den Behörden eingefangen wurden. Sie leben in privat geführten Sheltern oder auf privaten Tierschutzhöfen von befreundeten Tierschützern.
Unsere spanischen Hunde stammen aus der Region Asturien und leben in einem staatlich geführten Tierheim. Die Hunde in Griechenland kommen aus der Region Drama. Sie wurden entweder auf der Straße gefunden oder von ihren ehemaligen Besitzern abgegeben und leben heute auf dem privaten Tierschutzhof von unseren griechischen Tierschützern.
In Rumänien und auch in Griechenland leben die Hunde überwiegend in Außenzwingern. Sie werden regelmäßig gefüttert, medizinisch versorgt und bestmöglich betreut, dennoch sind die Bedingungen nicht mit deutschen Tierheimen vergleichbar.
Oft fehlt es an Personal, Zeit und finanziellen Mitteln, um jedem Hund die individuelle Aufmerksamkeit und Beschäftigung zu bieten, die er benötigt. Viele Hunde verbringen daher einen Großteil ihres Tages im Zwinger bzw. auf dem Tierschutzhof und haben nur wenig Kontakt zu Menschen.
Besonders in Rumänien stellen zudem heiße Sommer und kalte Winter eine zusätzliche Herausforderung für die Hunde dar, da sie den Witterungsbedingungen oft schutzlos ausgeliefert sind.
Eine pauschale Aussage für die Charaktereigenschaften von rumänischen Hunden gibt es nicht. Viele unserer Hunde sind über Generationen hinweg entstandene Mischungen. Entsprechend vielfältig sind ihre Charaktere, ihre Bedürfnisse und Verhaltensweisen. In Rumänien werden allerdings häufig Hütehunde sowie Herdenschutzhunde gehalten, sodass nicht ausgeschlossen werden kann, dass ein Hund Eigenschaften dieser Rassen mitbringt.
Wir legen großen Wert darauf, jeden Hund individuell zu betrachten und geben dir in der jeweiligen Hundeanzeige alle Informationen, die uns über die Tierschützer vor Ort mitgeteilt werden oder die wir selbst durch unsere Besuche erleben.
Wir reisen mehrmals im Jahr nach Rumänien, um die Hunde, die wir vorstellen, persönlich kennenzulernen. Unsere Einschätzungen sowie die der Tierschützer vor Ort geben wir ehrlich an dich weiter.
Dennoch können wir nicht vorhersagen, wie sich ein Hund nach seiner Ankunft entwickeln wird. Das Leben im Shelter stellt die spätere Lebenssituation in einem richtigen Zuhause nicht dar. Viele Hunde zeigen plötzlich ein anderes Verhalten als im Herkunftsland.
Deshalb benötigen viele Hunde Zeit, um sich einzugewöhnen, Vertrauen zu fassen und ihr wahres Wesen zu zeigen. Manche blühen schnell auf, andere brauchen etwas länger, um sich in ihrem neuen Leben zurechtzufinden.
Nein. Nicht jeder Hund aus dem Tierschutz hat schlechte Erfahrungen gemacht oder ist traumatisiert – auch wenn sich dieses Vorurteil hartnäckig hält. Viele Hunde sind trotz ihres schwierigen Starts ins Leben offen, neugierig und entwickeln sich zu wunderbaren Familienhunden.
Wie jeder Hund bringen auch Tierschutzhunde unterschiedliche Charaktere, Erfahrungen und Bedürfnisse mit. Wichtig für uns ist eine ehrliche Einschätzung und eine Vermittlung, die zu den Lebensumständen der Menschen passt.
Adoption & Vermittlung
Ob ein Tierschutzhund zu dir passt, lässt sich nicht pauschal beantworten. Wie jeder andere Hund auch benötigt er Zeit, Geduld, Verständnis und eine liebevolle Erziehung.
Wichtig ist vor allem, dass der Hund zu deiner Lebenssituation passt und du bereit bist, Verantwortung für viele Jahre zu übernehmen. Manche Hunde finden sich schnell in ihrem neuen Zuhause zurecht, andere benötigen mehr Zeit für die Eingewöhnung oder Unterstützung.
Entscheidend ist daher die Frage, ob du bereit bist, ihn auf seinem Weg zu begleiten – mit all den schönen Momenten, aber auch möglichen Herausforderungen, die das Leben mit einem Hund mit sich bringt.
Die Selbstauskunft hilft uns dabei, dich und deine Lebenssituation besser kennenzulernen. Je mehr du uns über dich, deinen Alltag und deine Wünsche erzählst, desto besser können wir einschätzen, ob der angefragte Hund zu dir passt.
Uns liegt viel daran, dass Hund und Mensch langfristig glücklich miteinander werden. Deshalb ist die Selbstauskunft ein wichtiger erster Schritt auf dem Weg zu einer verantwortungsvollen Vermittlung.
Die Schutzgebühr ist kein Kaufpreis für den Hund. Sie hilft dabei, einen Teil der Kosten zu decken, die vor und während der Vermittlung entstehen.
Dazu gehören unter anderem tierärztliche Behandlungen, Impfungen, Kastrationen, Parasitenschutz, der EU-Heimtierausweis, Tests auf Mittelmeerkrankheiten, die Versorgung vor Ort sowie der Transport nach Deutschland. Die Höhe der Schutzgebühr findest du in der jeweiligen Hundeanzeige.
Wir staffeln unsere Schutzgebühr. Für ältere oder gesundheitlich eingeschränkte Hunde fällt sie etwas niedriger aus als für junge und gesunde Hunde. Damit möchten wir den besonderen Bedürfnissen dieser Hunde Rechnung tragen und ihre zukünftigen Familien bei möglichen höheren Tierarztkosten ein Stück weit unterstützen.
Die tatsächlichen Kosten einer Adoption sind häufig deutlich höher als die Schutzgebühr. Deshalb sind wir als Verein immer zusätzlich auf Spenden angewiesen, um unsere Hunde weiter unterstützen zu können. Möchtest du uns mit einer Spende unterstützen? Dann findest du hier alle Möglichkeiten.
Transport & Ankunft
Unsere Hunde werden mit einem professionellen Transportunternehmen nach Deutschland gebracht. Die Fahrzeuge sind vollklimatisiert und die Hunde werden die gesamte Fahrt über liebevoll betreut.
Bei ihrer Ankunft sind sie gechipt, grundimmunisiert, im Besitz eines gültigen EU-Heimtierausweises und wurden vor der Ausreise tierärztlich versorgt und entwurmt.
Das genaue Ankunftsdatum, die Uhrzeit und den Ankunftsort erfährst du von deiner Ansprechpartnerin, die du im Verlauf der Adoption kennengelernt hast. Sie steht dir auch nach der Ankunft mit Rat und Tat zur Seite.
Damit alles möglichst entspannt abläuft, empfehlen wir, den Hund gemeinsam mit einer zweiten Person abzuholen. So kann sich während der Heimfahrt jemand auf den Hund konzentrieren und für Sicherheit sorgen.
Bei der Ankunft ist außerdem eine Person aus unserem Team vor Ort. Wir begleiten euch beim ersten Kennenlernen, beantworten letzte Fragen und unterstützen dabei, dass dein Hund sicher und stressfrei in sein neues Leben starten kann.
Jeder Hund erhält bei der Ankunft von uns ein Sicherheitsgeschirr. Die lange Reise, viele neue Eindrücke und das erste Kennenlernen mit seiner neuen Familie können für einen Hund sehr aufregend sein. Wichtige Sicherheitshinweise und praktische Tipps für die ersten Tage nach der Ankunft haben wir hier für dich zusammengestellt.
Verhalten & Eingewöhnung
Pauschal lässt sich das nicht sagen. Manche Hunde kommen an, schauen sich kurz um und verhalten sich nach wenigen Tagen so, als wären sie schon immer da gewesen. Andere benötigen mehr Zeit, um Vertrauen zu fassen und sich an die vielen neuen Eindrücke, Geräusche und Abläufe in ihrem neuen Zuhause zu gewöhnen.
Die meisten unserer Waisenhunde kennen das Leben in einem Haus nicht und müssen vieles erst kennenlernen. Wichtig sind Zeit, Geduld, Verständnis und bei Bedarf ein guter Hundetrainer/ eine gute Hundetrainerin, die nicht strafbasiert arbeitet. Mit liebevoller Begleitung finden sie Schritt für Schritt in ihr neues Leben und werden zu treuen Begleitern.
Viele unserer Waisenhunde sind ehemalige Straßenhunde und haben das Leben in einer Familie bisher nicht kennengelernt. Deshalb haben sie oft auch nie gelernt, stubenrein zu sein.
Die gute Nachricht: Die meisten Hunde lernen das sehr schnell. Manche verstehen bereits nach wenigen Tagen, worauf es ankommt, andere benötigen etwas mehr Zeit und Geduld.
Behandle deinen Hund in dieser Phase am besten wie einen Welpen: Gehe regelmäßig mit ihm nach draußen und lobe ihn, wenn er sein Geschäft an der richtigen Stelle erledigt. Kleine Missgeschicke gehören am Anfang oft dazu – hier gilt wie so oft: Loben statt strafen.
Für deinen Hund verändert sich mit der Ankunft praktisch sein gesamtes Leben. Er verlässt seine gewohnte Umgebung, kennt in den meisten Fällen nur das Leben im Shelter und wird plötzlich mit vielen neuen Menschen, Gerüchen und Eindrücken konfrontiert.
Deshalb reagieren manche Hunde anfangs zurückhaltend, vorsichtig oder unsicher. Das ist völlig normal und bedeutet nicht, dass dein Hund dauerhaft ängstlich ist. Mit Zeit, Geduld und Verständnis gewinnen die meisten Hunde nach und nach Vertrauen und Sicherheit.
In den ersten Tagen und Wochen sollte dein Hund möglichst nicht alleine bleiben. Er befindet sich in einer völlig neuen Umgebung, kennt die Abläufe noch nicht und hat erst begonnen, Vertrauen zu dir aufzubauen.
Das Alleinbleiben sollte deshalb erst nach einer gewissen Eingewöhnungszeit und in kleinen Schritten geübt werden. Plane für die erste Zeit daher bitte so, dass dein Hund möglichst nicht alleine bleiben muss und sich in Ruhe an sein neues Zuhause gewöhnen kann.
Gerade in den ersten Tagen und Wochen sind Unsicherheiten, Missverständnisse oder kleinere Herausforderungen völlig normal und kein Grund zur Sorge.
Melde dich in solchen Fällen gerne direkt bei uns. Unsere Vermittlerinnen haben bereits viele Hunde und Familien auf ihrem gemeinsamen Weg begleitet und stehen dir mit ihrer Erfahrung zur Seite. Wir möchten, dass Hund und Mensch gut zusammenfinden und unterstützen dich deshalb auch nach der Adoption gerne weiter.
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